Ausbildungsstart mal ganz anders: Floßfahren in Nordhessen

Gastbeitrag von Vanessa Rahimi

Schon bevor der Wecker geklingelt hat, war gar nicht mehr an Schlaf zu denken. Heute, am 01.08.2013, soll es endlich losgehen! Ich starte meine Ausbildung bei der Kasseler Bank eG, für die ich mich bewusst entschieden habe, weil ich als waschechte Nordhessin gern in der Region bleiben möchte. Die nächsten zwei Tage werde ich damit verbringen, 15 weitere Personen kennenzulernen, mit denen ich die nächsten zweieinhalb Jahre zusammenarbeite.

Um Punkt 8:20 Uhr stehen drei meiner Mitazubis und ich vor der Jugendherberge in Eschwege. Für mich eine ganz neue Ecke Nordhessens, die ich heute kennenlerne. Eigentlich sollten wir um 9:30 Uhr da sein, aber am ersten Tag will man ja nichts dem Zufall überlassen. Während wir vier ein wenig mehr Zeit haben uns besser kennenzulernen, trudelt auch der Rest so langsam ein. Darunter zwei Mitarbeiter der Personalabteilung, Frau Freiberg, unsere Ausbilderin, und Herr Schlüter, der Personalleiter.

Ziel der Kennenlernfahrt ist, ein Gespür für unser Team zu erlangen. Kurz gesagt: Gegenseitiges Vertrauen entwickeln, gemeinsame Ziele erreichen und dabei Spaß haben. Noch vor Bezug unserer Zimmer versammeln wir uns in einem Seminarraum. Dort starten wir direkt mit einer Vorstellungsrunde in Form von gezeichneten Lebensläufen. In diesen soll berücksichtigt werden, was jeden Einzelnen in seinem Leben antreibt. Puh.. Das ist leichter gesagt als getan. Lebenslauf schön und gut, aber malen!?

Kurz darauf geht es zu unserer ersten Outdoor-Aktivität! Gemeinsam mit unserem Guide, einer Schwimmweste und einem Ruder machen wir uns auf den Weg und spekulieren, was nun auf uns zukommen wird. Die Aufgabe ist schnell klar. Aus acht langen Holzlatten, 200 Luftballons, einer Luftballonpumpe, Müllsäcken, einer Zange und zwei verschiedenen Sorten Schnur soll ein Floß entstehen. Dieses soll allerdings auch eine Fahne haben, auf der unser Gruppenname kreativ dargestellt werden soll. – Wo sollen wir bloß anfangen? –

Drei Stunden später stechen wir in See. (Genauer in den „Werratalsee“ – den kannte ich bis dahin gar nicht. Aber schön ist es hier!) Ziel ist es, eine Boje zu umrudern und als erste Gruppe wieder am Steg anzukommen.

 

 

Ausbildungsstart mal andersZum Glück besagt keine Voraussetzung, dass dies in trockenem Zustand geschehen soll! Wir erreichen mehr oder weniger gleichzeitig den Steg und sind somit alle Sieger.

 

 

 

Nach einer ausgiebigen Dusche und einem gemütlichen Grillen, in der Jugendherberge, geht es nun weiter mit einer Nachtwanderung durch die Eschweger Wälder auf den Leuchtberg. Schade, dass es zu dunkel war, um die Landschaft richtig zu genießen.

Noch etwas müde von dem vorherigen Tag, aber gestärkt vom Frühstück, geht es nun wieder in den schon bekannten Seminarraum. Jetzt steht uns die wohl wichtigste Aufgabe der Kennenlernfahrt bevor! Das Finden gemeinsamer Teamregeln. Nach getaner Arbeit und einem guten Mittagessen, geht es wieder nach Hause.

Ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass diese zwei Tage ganz schön anstrengend waren, wir aber viel voneinander und miteinander gelernt haben. Somit können wir nach zwei eindrucksvollen, spaßgeladenen und in gesundem Maße ernsten Tagen unsere Ausbildung voller Freude starten.

 

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