Glückauf für mein universitäres Praxissemester

Für uns Studenten der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Kassel ist im Lehrplan ein Praxissemester vorgesehen. Dabei erhalten wir die Möglichkeit Berufsluft zu schnuppern, können unsere Fähigkeiten und vorhandenes Wissen im Unternehmen einbringen und lernen den Arbeitgeber mit all seinen Vorzügen, Ecken und Kanten kennen. Bei der Auswahl des Praktikums waren mir 3 Dinge besonders wichtig:

  • ein Unternehmen in der Region zu finden, bei dem ich aktiv und verantwortungsvoll mitarbeiten darf.
  • den Arbeitgeber erleben und dabei echte Einblicke hinter die Kulissen erhalten.
  • herausfinden, ob die erlernten Theorien auch praxistauglich sind.

Wachstum erleben. Mein Praktikum in der Bergbaubranche

Ich bekam einen Praktikumsplatz für 7 Monate bei der K+S Aktiengesellschaft in Kassel in der Abteilung “HR Leadership and Projects”. Bereits bei der traditionellen Bergmanns-Begrüßung „Glückauf Frau Thiel!“ nahm mich das Team herzlichst mit an Bord auf. Neben spannenden Aufgaben und Personalmarketing-Projekten möchte ich Euch heute von meinen zwei Highlights im Praktikum berichten bei dem ich ein gutes Gefühl über den Arbeitgeber bekommen habe.

Gemeinsame Teamaktivitäten – außerhalb der Arbeitszeit

Nordhessen hat für Naturliebhaber und regional Zugezogene einiges zu bieten. Meine Idee: eine kleine Spritztour in Form einer Wanderung. Zu früher Stunde ließen wir Krawatte, Hemd und Bluse im Büro und gingen im Trekking-Outfit auf Entdeckertour. Der Premiumweg P11 „Niester Riesen“ führte über Wald und Wiese an wundervollen Aussichtspunkten vorbei. Im Anschluss kehrten wir in der bayrischen Königs Alm zum appetitlichen Ausklang ein.

 

Eine Grubenfahrt unter Tagen – Auf den Spuren des Arbeitgebers

Gerüstet mit Helm und Geleucht, ging es gemeinsam mit dem Steiger mit einer Seilfahrt in 90 Sekunden auf 500 Meter Tiefe auf die Suche des weißen Goldes. Zu sehen gab es eine atemberaubende Untertagewelt: Kollegen/Innen bei der Arbeit an riesengroßen Maschinen, Salz und viele km lange Tunnel, die wir mit dem Auto durchquerten. Ein unbeschreibliches Gefühl.

War das Praktikum ein voller Erfolg?

Durch die praktische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Projektthemen lernte ich viele neue Methoden, Werkzeuge und eine strukturierte Arbeitsweise kennen. Insbesondere das selbstständige Mitarbeiten im Projekt- und Tagesgeschäft und die Betreuung während des Praktikums haben mir gut gefallen. Dabei konnte ich viele Eindrücke über das Arbeiten in einem sehr traditionellen, bodenständigen und sympathischen Unternehmen gewinnen.

meet@uni-kassel

Gastbeitrag von Sabrina Drescher

Mit den Arbeitgebern unserer Region über Karriere sprechen: das geht am 22. Mai 2014 bei der Firmenkontaktmesse meet@uni-kassel im Messezelt auf dem Campus der Uni Kassel am Holländischen Platz. Von 10-16 Uhr können Studenten und Absolventen mit Personalverantwortlichen von mehr als 20 Unternehmen aus der Region Kassel ihre beruflichen Möglichkeiten besprechen. Ob Praktikum, Abschlussarbeit oder Festanstellung für Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure, Wirtschaftsingenieure, IT-Spezialisten, Natur- und Rechtswissenschaftler gibt es viele Einstiegsmöglichkeiten. Eine Auswahl an Stellenangebote und eine Übersicht „Wer sucht wen“, gibt’s im Messekatalog.

Auch für alle, die gerade nicht oder noch nicht aktiv auf Jobsuche sind, lohnt sich ein Besuch, um schon mal Kontakt zu den nordhessischen Unternehmen zu knüpfen oder sich einfach einen Eindruck verschaffen. Mit einem leckeren Kaffee oder Eis-Kaffee to go durch die Ausstellungsfläche schlendern und bei 30-minütigen Kurzpräsentationen von Fach- und Personalverantwortlichen, die Unternehmenskultur und Menschen hinter den Firmennamen erleben.

Folgende Arbeitgeber sind in diesem Jahr dabei: (und ein Blick auf die Homepage lohnt sich auch unabhängig von der meet@uni-kassel ;-))

  1. ABS Team GmbH
  2. AuE Kassel GmbH
  3. B. Braun Melsungen AG
  4. Bombadier Transportation GmbH
  5. Bosch Thermotechnik GmbH
  6. Brunel GmbH
  7. Carts GmbH
  8. Continental AG
  9. Daimler AG
  10. DB Zeitarbeit
  11. EAM
  12. Fachkräfte-Initiative Weserbergland Plus
  13. FERCHAU Engineering GmbH
  14. FMI systems GmbH
  15. GASCADE Gastransport GmbH
  16. Gebr. Bode GmbH & Co. KG
  17. Genossenschaftsverband e.V.
  18. HIMA Paul Hildebrandt GmbH + co KG
  19. K+S Aktiengesellschaft
  20. Management Services Hellwig Schmitt GmbH
  21. MHP – A Porsche Company
  22. Phoenix Contact GmbH & Co.KG
  23. Senior Flexonics GmbH
  24. Technoform Group
  25. Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF)

Die ausführlichen Firmenprofile gibt’s hier.

Also dann wünsche ich allen, die bei dem herrlichen Wetter die meet@uni-kassel 2014 besuchen, einen schönen Tag mit den Arbeitgebern unsere Region!

Immer in Bewegung

Fußball, Golf, Marathon und Drachenboot – sportlich ist einiges los am Bombardier-Standort in Kassel

Gastbeitrag von Bombardier

Bewegung steht am Bombardier-Standort Kassel hoch im Kurs: zum einen auf der Schiene, wo unsere Lokomotiven viele und vieles bewegen, und zum anderen in der Freizeit, in der sich Kollegen treffen, um gemeinsam Sport zu treiben. Ob Paddeln im Drachenboot, Golfspielen, Fußball oder Marathonlauf – das Angebot ist vielfältig, und neue Mitstreiter sind willkommen. Ob man sich lieber zu Wasser oder auf dem Lande bewegt, bei einem sind sich alle einig: Sport schweißt zusammen und stärkt den Teamgeist – auch bei der Arbeit. In den Mannschaften lernen sich Kollegen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen kennen, es entstehen soziale Netzwerke über die Abteilungsgrenzen hinaus.

Die jüngste Mannschaft von Bombardier Kassel sitzt im Drachenboot. Am 13. Juni 2010 starteten die Paddler zum ersten Mal bei einer Regatta. Seit 2011 haben sie ihr eigenes Boot: TRAXX – die Fuldalokomotive. Das Team ist seit dem äußerst erfolgreich. Im Jahr 2012 wurde es zum zweiten Mal Kasseler Stadtmeister. Und auch bei den Nordhessischen Meisterschaften verteidigte die Mannschaft über die Strecke von 250 Metern ihren zweiten Platz vom Vorjahr. Einmal pro Woche trainiert die Mannschaft, gestartet wird bei den Sport-Teams. „Die Fun-Teams haben keine Chance gegen uns. Das wäre ungerecht“, sagt der Kapitän der Besatzung. Vertreten ist Bombardier in Kassel bei den Fun-Teams trotzdem, denn mittlerweile gibt es eine zweite Drachenbootmannschaft, die TRAXX Fun Dragons.

 

In Aktion: Die Drachenboot-Mannschaft beim Start ins Rennen auf der Fulda in Kassel.

 

 

 

Die Drachenbootmannschaft bei der diesjährigen Stadtmeisterschaft , welche sie mit Erfolg gewonnen hat.

 

Die längste Tradition hat die Fußballmannschaft. Seit über 20 Jahren treffen sich zwischen zehn und 20 Kollegen, um gemeinsam zu kicken. Höhepunkt der Saison ist das jährlich stattfindende Fußballturnier von Bombardier Transportation, bei dem Mannschaften von Standorten aus ganz Europa aufeinandertreffen, wie z.B. aus Polen, Italien, Schweden, Spanien und Deutschland. „Da haben wir schon viele erste und zweite Plätze geschafft“, sagt der Betreuer der Kasseler Mannschaft. Die Standorte wechseln sich bei der Ausrichtung des Turnieres ab. Ab Herbst treffen sich die Fußballer wieder alle zwei Wochen nach der Arbeit, um zu trainieren.

Auch bei den Golfern des Standortes steht ein Wettbewerb von Bombardier Transportation im Mittelpunkt des gemeinsamen Sports. Einmal pro Jahr fahren sie nach Berlin, um dort am Bombardier Golfers Day teilzunehmen. Seit zwei Jahren kommt es dabei auf eine Gemeinschaftsleistung an – gespielt wird in Gruppen mit je vier Teilnehmern. Für Anfänger findet parallel zum Turnier ein Schnupperkurs statt, für den sich jeder anmelden kann. Für einen der Kollegen ist Golf der ideale Sport für Menschen, die gern an der frischen Luft sind und sich dabei entspannen möchten. „Nach zwei bis drei Bahnen ist der Kopf frei“, sagt er.

Ausbildungsstart mal ganz anders: Floßfahren in Nordhessen

Gastbeitrag von Vanessa Rahimi

Schon bevor der Wecker geklingelt hat, war gar nicht mehr an Schlaf zu denken. Heute, am 01.08.2013, soll es endlich losgehen! Ich starte meine Ausbildung bei der Kasseler Bank eG, für die ich mich bewusst entschieden habe, weil ich als waschechte Nordhessin gern in der Region bleiben möchte. Die nächsten zwei Tage werde ich damit verbringen, 15 weitere Personen kennenzulernen, mit denen ich die nächsten zweieinhalb Jahre zusammenarbeite.

Um Punkt 8:20 Uhr stehen drei meiner Mitazubis und ich vor der Jugendherberge in Eschwege. Für mich eine ganz neue Ecke Nordhessens, die ich heute kennenlerne. Eigentlich sollten wir um 9:30 Uhr da sein, aber am ersten Tag will man ja nichts dem Zufall überlassen. Während wir vier ein wenig mehr Zeit haben uns besser kennenzulernen, trudelt auch der Rest so langsam ein. Darunter zwei Mitarbeiter der Personalabteilung, Frau Freiberg, unsere Ausbilderin, und Herr Schlüter, der Personalleiter.

Ziel der Kennenlernfahrt ist, ein Gespür für unser Team zu erlangen. Kurz gesagt: Gegenseitiges Vertrauen entwickeln, gemeinsame Ziele erreichen und dabei Spaß haben. Noch vor Bezug unserer Zimmer versammeln wir uns in einem Seminarraum. Dort starten wir direkt mit einer Vorstellungsrunde in Form von gezeichneten Lebensläufen. In diesen soll berücksichtigt werden, was jeden Einzelnen in seinem Leben antreibt. Puh.. Das ist leichter gesagt als getan. Lebenslauf schön und gut, aber malen!?

Kurz darauf geht es zu unserer ersten Outdoor-Aktivität! Gemeinsam mit unserem Guide, einer Schwimmweste und einem Ruder machen wir uns auf den Weg und spekulieren, was nun auf uns zukommen wird. Die Aufgabe ist schnell klar. Aus acht langen Holzlatten, 200 Luftballons, einer Luftballonpumpe, Müllsäcken, einer Zange und zwei verschiedenen Sorten Schnur soll ein Floß entstehen. Dieses soll allerdings auch eine Fahne haben, auf der unser Gruppenname kreativ dargestellt werden soll. – Wo sollen wir bloß anfangen? –

Drei Stunden später stechen wir in See. (Genauer in den „Werratalsee“ – den kannte ich bis dahin gar nicht. Aber schön ist es hier!) Ziel ist es, eine Boje zu umrudern und als erste Gruppe wieder am Steg anzukommen.

 

 

Ausbildungsstart mal andersZum Glück besagt keine Voraussetzung, dass dies in trockenem Zustand geschehen soll! Wir erreichen mehr oder weniger gleichzeitig den Steg und sind somit alle Sieger.

 

 

 

Nach einer ausgiebigen Dusche und einem gemütlichen Grillen, in der Jugendherberge, geht es nun weiter mit einer Nachtwanderung durch die Eschweger Wälder auf den Leuchtberg. Schade, dass es zu dunkel war, um die Landschaft richtig zu genießen.

Noch etwas müde von dem vorherigen Tag, aber gestärkt vom Frühstück, geht es nun wieder in den schon bekannten Seminarraum. Jetzt steht uns die wohl wichtigste Aufgabe der Kennenlernfahrt bevor! Das Finden gemeinsamer Teamregeln. Nach getaner Arbeit und einem guten Mittagessen, geht es wieder nach Hause.

Ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass diese zwei Tage ganz schön anstrengend waren, wir aber viel voneinander und miteinander gelernt haben. Somit können wir nach zwei eindrucksvollen, spaßgeladenen und in gesundem Maße ernsten Tagen unsere Ausbildung voller Freude starten.

 

Neu: Stellenbörse für Nordhessen

Die Lage ist gut. Nicht nur, weil Nordhessen mitten in Deutschland liegt, sondern auch weil die Region in Sachen Zukunftsperspektiven richtig viel zu bieten hat. Darüber berichten wir regelmäßig hier im Nordhessenblog, weil uns die Region am Herzen liegt. Und was uns daher ganz besonders freut: Ab sofort gibt es sogar eine eigene Stellenbörse für Nordhessen!

Wo? Im neuen Standortportal für Nordhessen: www.die-lage-ist-gut.de. Das Regionalmanagement Nordhessen bringt es mit dieser Seite auf den Punkt: Mit wertvollen Informationen rund um die Region, nützlichen Investoreninfos und vor allem mit einer Auswahl aktueller Jobs bei vielen attraktiven Arbeitgebern aus Nordhessen.

Ob Stellenangebote, Praktika oder Aus- und Weiterbildungsangebote – hier ist für jeden was dabei. Also dann, nichts wie los: Anschauen, passenden Job aussuchen und bewerben.

Denn: Die Lage ist gut!

Happy New Career!

Neues Jahr, neues Glück. Das „alte Jahr 2012“ liegt hinter uns und das Schöne daran: wir können wieder neu durchstarten. Mit neuen Plänen, persönlichen Zielen und vielleicht auch neuen beruflichen Visionen im Gepäck. Und genau hierfür brauchen wir Inspiration und Orientierung. Um zu schauen, wo die Reise hingehen könnte. Wo der Ort ist, der uns glücklich macht. Und wo der Arbeitgeber ist, bei dem wir richtig was bewegen können.

Wie gut, dass es hierfür den Nordhessenblog gibt. Denn wir wollen auch in diesem Jahr unsere Region erlebbar machen. Zeigen, was uns bewegt, was uns antreibt und was Nordhessen zu einem Ort macht, an dem wir uns wohlfühlen. Fern ab von statischen Internetseiten und Hochglanzbroschüren möchten wir die Möglichkeit bieten, Nordhessen mit allen Facetten kennen- und lieben zu lernen und sich auszutauschen. Über das was ist, das was war und was kommen wird. Denn hier gibt es so viel zu entdecken und zu erleben, so viele berufliche Perspektiven bei tollen Arbeitgebern, dass es sich lohnt genauer hinzuschauen.

An dieser Stelle möchte ich mich bedanken: Bei den fleißigen Bloggern, die den Nordhessenblog mit Leben füllen und unserer Region ein Gesicht geben. Bei den Arbeitgebern, die dieses Projekt unterstützen und erkannt haben, dass wir gemeinsam Nordhessen nach vorne bringen können. Und bei allen, die dabei helfen den Blog und damit unsere Region und ihre Arbeitgeber noch bekannter zu machen.

Ich freu mich auf 2013 und bin gespannt was uns erwartet. Eins steht fest: wir werden darüber berichten. Versprochen! In diesem Sinne: Happy New Career!

Newcomer@Nordhessen

Wie können wir Mitarbeiter, die für eine neue berufliche Herausforderung nach Nordhessen gezogen sind dabei unterstützen, sich in der Region zu vernetzen und neue Leute kennenzulernen? Genau darüber haben sich die Unternehmen BBraun, K+S, AKG, KMW, Wintershall und SMA gemeinsam mit dem Regionalmanagement Nordhessen Gedanken gemacht. Schließlich haben alle Unternehmen ein gemeinsames Ziel: Die neuen Kollegen sollen sich wohl fühlen. Nicht nur mit dem neuen Job und bei ihrem neuen Arbeitgeber  – auch in ihrem neuen sozialen Umfeld. Nur dann werden sie auch langfristig in der Region bleiben und Nordhessen hoffentlich bald mit gutem Gefühl ihr neues Zuhause nennen.

Am 15. November 2012 luden daher die nordhessischen Unternehmen bereits zum dritten Mal in diesem Jahr neue Mitarbeiter, die für ihren Arbeitsplatz nach Nordhessen gezogen sind, zu einem gemeinsamen Networking-Abend ein. Zahlreiche Nordhessen-Newcomer nutzten die Chance, um nach Feierabend im Casa Colombiana neue Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.

Ein „Who-is-Who“-Flyer mit kurzen Informationen zu den einzelnen Teilnehmern und Namensschilder erleichterte dabei die Vernetzung. Und weil schon allein die Tatsache „Newcomer“ zu sein verbindet, dauerte es nicht lange, bis gemeinsame Gesprächsthemen gefunden und die ersten Telefonnummern ausgetauscht wurden. Um den Newcomern die Region so richtig schmackhaft zu machen gab‘s natürlich auch reichlich Infomaterialien und eine kurze Vorstellung des Nordhessenblogs.

Ob sich die Teilnehmer die Nordhessenblog-Postkarte „Freiwillig verwurzelt in Nordhessen“ allerdings bereits als Lebensmotto an den Kühlschrank gepinnt haben bleibt abzuwarten. Wir Nordhessen freuen uns jedenfalls, Euch in unserer Region begrüßen zu dürfen. Und hoffen, dass Ihr Euch rundum wohlfühlt :-) Also dann: Herzlich willkommen zu Hause!

 

 

Wegweiser für Nachwuchskräfte

“Du Papa, wenn ich mal groß bin, dann möchte ich auch Spießer werden!” Gut, mir ist jetzt kein Ausbildungsberuf oder Studiengang in dieser Richtung bekannt, aber unabhängig davon hat ja ein jeder die Chance zum Spießertum – egal mit welcher Vorbildung, in welcher Region und zu welcher Jahreszeit. Zurück zum Business – denn es ist Winterzeit und die Jagdsaison auf attraktive und realistische Ausbildungs- und Studienplätze hat begonnen. „Wer suchet, der findet“ in Nordhessen mehrere anerkannte Ausbildungsbetriebe, die neben Theorie und Praxis auch gleich ein Ausbildungs-Studiums-Kombi-Paket anbieten:

Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Amazon Logistik GmbH (Bad Hersfeld)
Schwalm-Eder-Kreis: B. Braun Melsungen AG (Melsungen)
Landkreis Kassel (“Kasseler Becken”): Hütt-Brauerei Bettenhäuser GmbH & Co. KG (Baunatal), Flughafen GmbH Kassel (Calden), Volkswagen AG (Baunatal)
Stadt Kassel: SMA Solar Technology AG, K+S Aktiengesellschaft, Bombardier Transportation GmbH, Wintershall Holding GmbH, E.ON Mitte AG, Bernhard Starke GmbH
Waldeck-Frankenberg: Viessmann Werke GmbH & Co. KG (Allendorf), Thonet GmbH (Frankenberg).

Was so wenig? Nein, das ist nicht alles –  viele weitere nordhessische Unternehmen bieten Ausbildungsplätze an und kooperieren mit Hochschulen und Berufsakademien, um den Nachwuchs für die dualen Studiengängen zu begeistern. Die aufeinander abgestimmten Ausbildungs- und Studiumsinhalte verbinden dann ideal wissenschaftliche Theorie und berufliche Praxis. Das Konzept ist optimal für die Nachwuchskräfte sowie die Unternehmen und umsetzbar mit der Fachhochschule Nordhessen, Bad Sooden-Allendorf oder der Berufsakademie Kassel. Das Paket im Doppelpack bedeutet wenig Schlaf, viel Lernerei, weniger „socialising“  – aber auch einen früheren, qualifizierten Abschluss und dann das erste „wirkliche“ Gehalt. Rückblickend betrachtet ist eine Ausbildung und/oder ein Studium dann doch gar nicht so wild und schlimm gewesen. Deswegen gleich weiter fortbilden oder mal die Tischseite wechseln und als IHK-Prüfer mündliche und schriftliche Prüfung begleiten. Erweitert den eigenen Horizont, fördert das Sozialverhalten und bringt neue Kontakte mit sich.

Eine jede Bildungseinrichtung – ob Ausbildungsbetrieb, Hochschule oder Industrie- und Handelskammer – hat somit als Wegweiser für die Nachwuchskräfte zu agieren, diese zu motivieren und ihnen einen sicheren und interessanten Berufsweg aufzuzeigen. Immer noch zu wenig Support? Dann hilft nur noch der Griff zum guten, alten Kompass, denn der gibt immer eine verlässliche Richtung vor – und die zeigt bekanntermaßen auf jeden Fall nach NORD(Hessen)!

„Menschen, Tiere, Arbeitgeber – Hereinspaziert!“

Eine Million Einwohner in Nordhessen, eine Million Waschbären in Deutschland, 100.000 davon in Kassel. Also, ein halber Waschbär pro Kasseler Einwohner. Niedlich! Wessen Tierliebe noch weiter geht, der kann bei den Mau-Wau-Inseln Hunde-Patenschaften eingehen, Probe-Gassi-Runden drehen oder dem neuen Familienmitglied am besten gleich ein neues Zuhause bieten.

Doch „Vereinbarkeit von Beruf & Familie“ zielt bisher ausschließlich auf Zweibeiner ab …  und was ist mit Hund, Katze, Maus? Tierfreundliche Arbeitgeber können jetzt mit dem neuartigen Konzept „Jobs mit Hund“ punkten. Berufstätige Hundehalter bekommen auf diesem innovativen Jobportal die Unternehmen aufgeführt, die den treuen Begleiter am Arbeitsplatz erlauben. In meinen Augen eine starke und zeitgemäße Idee bei der Mitarbeitergewinnung. Denn Kollege Hund soll am Arbeitsplatz ja bekanntlich für gute Stimmung und Abwechslung im Büroalltag sorgen. Und die tierische Mittagspause in nordhessischen Wäldern, Feldern und Grünanlagen macht den Kopf frei, reduziert den Stress und gibt Kraft für neue Ideen am Arbeitsplatz. So haben am Ende alle was davon: Mensch, Tier und Arbeitgeber. WAU!

Nordhessische Arbeitswege – “Bitte einsteigen, Türen schliessen selbsttätig, Vorsicht bei der Abfahrt!“

Stop – das Wort “Arbeitsweg” ist nicht treffend gewählt. Arbeitswege spielen sich im Unternehmen ab. Für mich ist der Weg vor und nach dem Stempeln an der Uhr – wie der Zeiger selbst – das “Pendeln”. Oftmals verschrieen als vergeudete Lebenszeit. Doch dem habe ich aus ökonomischen, ökologischen und unzähligen weiteren logischen Gründen entgegen zu setzen: Gründet eine Fahrgemeinschaft! Entlastet den Geldbeutel, schont die Umwelt und vor dem Einstempeln sind die ersten Besprechungspunkte des Tages schon abgehakt. Also, eine win-win-Situation – für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber. Auch immer größerer Beliebtheit – nicht nur aufgrund der utopischen Spritpreise – erfreuen sich die sogenannten Job-Tickets. Gemeinsam mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) bieten die Unternehmen ihren Beschäftigten vergünstigte Jahreskarten zur Nutzung von Bussen und Bahnen an. Hat auch was – zumal man mehr von der nordhessischen Landschaft als auf der Autobahn mitbekommt. Und für alle die, denen das immer noch zu wenig ist, und nicht “nur” faul auf einem Fahrer-/Beifahrer-/Mitfahrersitz Platz nehmen möchten, die wählen den Fahrradsitz und strampeln sportlich ihrem Arbeitgeber entgegen. Funktioniert seit diesem Jahr noch besser in Kassel – “KONRAD” macht es möglich. Schickes Fahrrad-Mietsystem mit praktischem Körbchen für eine gut sortierte Brötchentüte – die Kollegen freuen sich doch über jede Aufmerksamkeit am Morgen.

Nordhessische Arbeitswege sind somit flexibel und wirken dem persönlichen “Hangover” (speziell an einem Montag) positiv entgegen – egal ob auf Rädern oder auf Schienen. Ein Plausch am Morgen vertreibt eben Kummer und Sorgen. Und somit bewahrheitet sich wieder ein weiser Spruch, denn “Morgenstund hat Gold im Mund!”