Nachhaltigkeit erleben

Das Thema Nachhaltigkeit ist für die Universität Kassel profilbildend. Deshalb hat sie Rahmen der bundesweiten Aktionstage Nachhaltigkeit auch in diesem Jahr ein buntes, umweltbezogenes Programm angeboten. Für die in diesem Rahmen stattfindende Exkursion „Klimaangepasster Wald“ zum Naturparkzentrum Habichtswald meldete ich mich schon Wochen im Voraus an. Ich freute mich auf eine Abwechslung von meinem sonst eher theoretisch geprägten Uni-Alltag und erhoffte mir, eine gesunde Sommerbräune in der entspannenden Natur zu bekommen.

Klimaangepasster WaldMit der Bräune hat es durch Nonstop-Regen leider nicht geklappt. Doch eine Abwechslung war es allemal und über Nachhaltigkeit und die Anpassung des Waldes an den Klimawandel habe ich sehr viel gelernt! Zum Beispiel weiß ich nun, dass in unseren heimischen Wäldern die Fichten leider die größten Verlierer der Klimawandlung sind. Da wir den Klimawandel nicht „einfach so“ aufhalten können, ist es umso wichtiger, dass die Wälder standortgerecht bewirtschaftet werden. Um einen soliden Mischwald zu behalten und den Schutz einiger Arten sicherzustellen, müssen gut durchdachte Eingriffe gemacht werden. Es gilt dabei mehr denn je, die ökologischen und die ökonomischen Ziele miteinander zu vereinbaren.

Da ich sehr naturverbunden bin, habe ich in der Vergangenheit stets mitgefühlt, wenn ein Baum im Wald gefällt wird. Doch nun weiß ich, dass dies eine Schutzmaßnahme für den gesamten Wald ist.

Übrigens: Unsere hessischen Wälder sind deutschlandweit für ihre Naturnähe bekannt! Und dann auch noch der Edersee als der beliebteste Badesee der Deutschen… In Nordhessen lässt es sich eben sehr gut leben :-)

Märchenkulisse im Mohnfeld

Im idyllisch gelegenen Germerode am Meißner konnte man auch in diesem Sommer für kurze Zeit eine herrlich blühende Kulisse in Rosa sehen: Hier verwandelten Millionen rosavioletter Mohnblüten die Landschaft in eine zauberhafte Märchenkulisse, die zum Verweilen einlädt. Zu dieser Zeit ist die sogenannte Mohntenne direkt in den Feldern geöffnet. MohntenneHier könnt ihr einen hausgemachten Gaumenschmaus rund um den Mohn genießen. Beispielsweise habe ich mir diesmal die nordhessische Mohn-Bratwurst, zum Nachtisch das Mohn-Eis und am Nachmittag bei einer Tasse Kaffee den Mohn-Käsekuchen schmecken lassen.

MohnblüteWenn auch ihr den Rosa-Traum mal erkunden wollt, merkt Euch den Termin schon mal für 2017 vor – es lohnt sich! Weitere Informationen zur Mohnblüte Meißner findet ihr auf der offiziellen Webseite.

 

Willkommen im Zauberwald

UrwaldEs knistert und raschelt im Gebüsch. Ich bin im Urwald Sababurg. Der Winter liegt in der Luft und die Blätter tanzen wild im Wind umher. Riesige Baumkronen mit Gesichtern blitzen auf den Wegen auf. Manchmal wirkten die Bäume so urig, wie in einem Zauberwald. Zu mindestens erinnerten mich die mächtigen Bäume an den Film Harry Potter. Übrigens: 1907 wurde der Urwald Sababurg als erstes hessisches Naturschutzgebiet ausgewiesen. Seit gut 100 Jahren wird der Wald nun sich selbst überlassen. Dadurch entsteht der Charme des Urwaldcharakters. Die Tier- und Pflanzen bleiben somit unberührt von Menschenhand, sodass seltene Gewächse zu finden sind.

Ein schöner Sonntagsnachmittag im Märchen-Reinhardswald: Mein Ausflugstipp für einen gelungenen Sonntagnachmittag. Aber erlebt es doch selbst.

Newcomer@Nordhessen

Wie können wir Mitarbeiter, die für eine neue berufliche Herausforderung nach Nordhessen gezogen sind dabei unterstützen, sich in der Region zu vernetzen und neue Leute kennenzulernen? Genau darüber haben sich die Unternehmen BBraun, K+S, AKG, KMW, Wintershall und SMA gemeinsam mit dem Regionalmanagement Nordhessen Gedanken gemacht. Schließlich haben alle Unternehmen ein gemeinsames Ziel: Die neuen Kollegen sollen sich wohl fühlen. Nicht nur mit dem neuen Job und bei ihrem neuen Arbeitgeber  – auch in ihrem neuen sozialen Umfeld. Nur dann werden sie auch langfristig in der Region bleiben und Nordhessen hoffentlich bald mit gutem Gefühl ihr neues Zuhause nennen.

Am 15. November 2012 luden daher die nordhessischen Unternehmen bereits zum dritten Mal in diesem Jahr neue Mitarbeiter, die für ihren Arbeitsplatz nach Nordhessen gezogen sind, zu einem gemeinsamen Networking-Abend ein. Zahlreiche Nordhessen-Newcomer nutzten die Chance, um nach Feierabend im Casa Colombiana neue Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.

Ein „Who-is-Who“-Flyer mit kurzen Informationen zu den einzelnen Teilnehmern und Namensschilder erleichterte dabei die Vernetzung. Und weil schon allein die Tatsache „Newcomer“ zu sein verbindet, dauerte es nicht lange, bis gemeinsame Gesprächsthemen gefunden und die ersten Telefonnummern ausgetauscht wurden. Um den Newcomern die Region so richtig schmackhaft zu machen gab‘s natürlich auch reichlich Infomaterialien und eine kurze Vorstellung des Nordhessenblogs.

Ob sich die Teilnehmer die Nordhessenblog-Postkarte „Freiwillig verwurzelt in Nordhessen“ allerdings bereits als Lebensmotto an den Kühlschrank gepinnt haben bleibt abzuwarten. Wir Nordhessen freuen uns jedenfalls, Euch in unserer Region begrüßen zu dürfen. Und hoffen, dass Ihr Euch rundum wohlfühlt :-) Also dann: Herzlich willkommen zu Hause!

 

 

Wohn(t)räume

Spieglein, Spieglein an der Wand, sag‘ mir, wo lebt es sich am schönsten im ganzen Land? Klare Antwort: Da, wo ich mich wohlfühle mit viel Platz im und ums Haus herum. Bedeutet viel Platz in Nordhessen aber gleichzeitig, dass ich entweder fünf Jobs brauche, um die Wohnung zu bezahlen oder dass ich obdachlos bin und die Weite der Kasseler Felder mein Zuhause nenne?

Nein! Auch wenn meine derzeitigen Umzugsbestrebungen verdeutlichen, dass in Kassel der Wohnungsmarkt aufgrund der steigenden Anzahl von Studenten (keine Semestergebühren) und der verbesserten Lebensqualität auch immer dünner wird. Dennoch im Vergleich zu anderen Großstädten gestaltet sich die Wohnungssuche hier immer noch als entspannte Angelegenheit. Die Mietpreise liegen bei max. 10 Euro pro qm – im Vergleich dazu: München bei durchschnittlich 13 Euro oder Hamburg bei 11 Euro. Zeig‘ mir Deine Wohngegend und ich sag‘ Dir wer Du bist. Bei 23 Stadtteilen eine Herausforderung. Ich begrenze mich auf eine Auswahl:

  • Bad Wilhelmshöhe: Kultur pur zwischen Herkules und ICE-Bahnhof
  • Mitte: Wohnraum- und Shoppings-Ballungszentrum zugleich
  • Unterneustadt: moderne Architektur mit Flussaussicht
  • Vorderer Westen: Altbau trifft Moderne. Kulturangebote, toller Einzelhandel, abwechslungsreiche Kneipenszene und die besondere Atmosphäre lassen diesen Stadtteil besonders bei Studenten punkten.

Also, für Jeden was dabei und dabei noch bezahlbar. Die Unterscheidung „Wohnst Du noch oder lebst Du schon?“ braucht der Nordhesse somit gar nicht zu treffen  –  hier geht beides. Überzeugt Euch selbst!

Kleine Verneigung vor der Region

Nordhessen ist für mich Zuhause. Hier fühle ich mich angekommen, obwohl ich nie wirklich weggewesen bin. Nach dem Abi fand ich das irgendwie ziemlich uncool zu sagen, dass ich bleibe und nicht wie viele meiner Freunde nach Berlin, Hamburg oder München gehe. Raus aus dem vermeintlich verstaubten Nordhessen. Rein in die Großstadt – für die meisten stand das fest. Für mich nicht. Ich lebe gerne hier. Und das Gefühl, dass das irgendwie langweilig sein könnte, habe ich längst abgelegt. Nordhessen liegt mitten in Deutschland: wenn ich Großstadtfeeling haben möchte, bin ich in kürzester Zeit woanders. Kurze Wege, lange (und manchmal auch weniger lange) Nächte. Mit einer feinen Auswahl an Clubs, Bars und Restaurants in denen ich mich wohlfühle. Und weil ich an einem Abend sowieso nicht an 50 Orten gleichzeitig sein kann, hatte ich dabei noch nie wirklich das Gefühl etwas zu verpassen. In einer Stadt, die alle fünf Jahre die weltgrößte Kunstausstellung ausrichtet und die dann für ein paar Monate internationales Flair schnuppern kann. In einer Region, die so unglaublich schöne Natur zu bieten hat, dass man der Kasseler Innenstadt so manche Bausünde verzeiht. Eine Region mit Ecken und Kanten aber mindestens genauso vielen Schokoladenseiten. Neulich habe ich eine alte Freundin getroffen. „Zu Besuch in der alten Heimat?“ „Nein, es hat mich irgendwie doch wieder hierher gezogen“. Irgendwie. Uncool? Nö, ganz im Gegenteil. Na dann: Herzlich willkommen zu Hause!