Lust auf ein nordhessisches Arbeitsplätzchen?

Ob Gestaltungsfreiraum, familienfreundliche Arbeitszeiten oder eine ausgezeichnete Unternehmenskultur – in nordhessischen Arbeitsplätzchen verbergen sich oft Inhaltsstoffe vom Feinsten. Und mit der Beilage der niedrigen Lebenshaltungskosten und der hohen Lebensqualität schmeckt so ein Plätzchen in Nordhessen natürlich ganz besonders gut ;-)

Wer probieren will ist herzlich eingeladen, nordhessische Arbeitgeber kennenzulernen und auf den Geschmack zu kommen. Deswegen gibt’s heute mal ein paar Termine für regionale Karrieremessen zum Vormerken und Vorbeischauen:

Und für alle, die gleich anbeißen möchten: Aktuelle Jobangebote in Nordhessen gibt’s wie immer auch unter: http://www.die-lage-ist-gut.de/jobs/stellenboerse/

 

Ausbildungsstart mal ganz anders: Floßfahren in Nordhessen

Gastbeitrag von Vanessa Rahimi

Schon bevor der Wecker geklingelt hat, war gar nicht mehr an Schlaf zu denken. Heute, am 01.08.2013, soll es endlich losgehen! Ich starte meine Ausbildung bei der Kasseler Bank eG, für die ich mich bewusst entschieden habe, weil ich als waschechte Nordhessin gern in der Region bleiben möchte. Die nächsten zwei Tage werde ich damit verbringen, 15 weitere Personen kennenzulernen, mit denen ich die nächsten zweieinhalb Jahre zusammenarbeite.

Um Punkt 8:20 Uhr stehen drei meiner Mitazubis und ich vor der Jugendherberge in Eschwege. Für mich eine ganz neue Ecke Nordhessens, die ich heute kennenlerne. Eigentlich sollten wir um 9:30 Uhr da sein, aber am ersten Tag will man ja nichts dem Zufall überlassen. Während wir vier ein wenig mehr Zeit haben uns besser kennenzulernen, trudelt auch der Rest so langsam ein. Darunter zwei Mitarbeiter der Personalabteilung, Frau Freiberg, unsere Ausbilderin, und Herr Schlüter, der Personalleiter.

Ziel der Kennenlernfahrt ist, ein Gespür für unser Team zu erlangen. Kurz gesagt: Gegenseitiges Vertrauen entwickeln, gemeinsame Ziele erreichen und dabei Spaß haben. Noch vor Bezug unserer Zimmer versammeln wir uns in einem Seminarraum. Dort starten wir direkt mit einer Vorstellungsrunde in Form von gezeichneten Lebensläufen. In diesen soll berücksichtigt werden, was jeden Einzelnen in seinem Leben antreibt. Puh.. Das ist leichter gesagt als getan. Lebenslauf schön und gut, aber malen!?

Kurz darauf geht es zu unserer ersten Outdoor-Aktivität! Gemeinsam mit unserem Guide, einer Schwimmweste und einem Ruder machen wir uns auf den Weg und spekulieren, was nun auf uns zukommen wird. Die Aufgabe ist schnell klar. Aus acht langen Holzlatten, 200 Luftballons, einer Luftballonpumpe, Müllsäcken, einer Zange und zwei verschiedenen Sorten Schnur soll ein Floß entstehen. Dieses soll allerdings auch eine Fahne haben, auf der unser Gruppenname kreativ dargestellt werden soll. – Wo sollen wir bloß anfangen? –

Drei Stunden später stechen wir in See. (Genauer in den „Werratalsee“ – den kannte ich bis dahin gar nicht. Aber schön ist es hier!) Ziel ist es, eine Boje zu umrudern und als erste Gruppe wieder am Steg anzukommen.

 

 

Ausbildungsstart mal andersZum Glück besagt keine Voraussetzung, dass dies in trockenem Zustand geschehen soll! Wir erreichen mehr oder weniger gleichzeitig den Steg und sind somit alle Sieger.

 

 

 

Nach einer ausgiebigen Dusche und einem gemütlichen Grillen, in der Jugendherberge, geht es nun weiter mit einer Nachtwanderung durch die Eschweger Wälder auf den Leuchtberg. Schade, dass es zu dunkel war, um die Landschaft richtig zu genießen.

Noch etwas müde von dem vorherigen Tag, aber gestärkt vom Frühstück, geht es nun wieder in den schon bekannten Seminarraum. Jetzt steht uns die wohl wichtigste Aufgabe der Kennenlernfahrt bevor! Das Finden gemeinsamer Teamregeln. Nach getaner Arbeit und einem guten Mittagessen, geht es wieder nach Hause.

Ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass diese zwei Tage ganz schön anstrengend waren, wir aber viel voneinander und miteinander gelernt haben. Somit können wir nach zwei eindrucksvollen, spaßgeladenen und in gesundem Maße ernsten Tagen unsere Ausbildung voller Freude starten.

 

Nordhessische Karriereleiter

Da stehe ich nun. Auf meiner 16 Jahre alten nordhessischen Karriereleiter und blicke zurück auf die Stufen die hinter mir liegen. Auf viele tolle Arbeitgeber aus der Region, die mich in meinem Berufsleben bisher begleitet haben. Und eins kann ich vorweg schon mal sagen: Die Region hat in Sachen Arbeitgeber wirklich einiges zu bieten. Für mich ein wesentlicher Grund dafür, hier zu leben und voll und ganz das Gefühl zu haben, angekommen zu sein – auch wenn oder gerade weil – es ständig weiter geht.

Los ging’s 1997 bei Hartl & Partner Werbung Marketing GmbH in Kassel. Eine tolle Werbeagentur, bei der ich die Chance hatte hinein zu schnuppern in die große bunte Welt der Werbung und Kommunikation. Zwei schöne Jahre, in denen ich viel gelernt habe und genügend Freiraum hatte, mein begleitendes Studium zur Kommunikationswirtin an der Akademie für Absatzwirtschaft Kassel erfolgreich abzuschließen.

Danach zog es mich für ein paar Monate raus aus Nordhessen, rein in die große weite Welt – in eine Werbeagentur in Vancouver, Kanada. „Clearly Creative“: der Name der kanadischen Agentur sollte zum Motto meiner beruflichen Laufbahn werden – auch wenn das im Jahr 2000 begonnene Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Kassel sich zunächst trockener anhörte als es später werden würde. In den roten Backsteinhäusern der Uni am „Hopla“, dem Holländischen Platz unterhalb der Innenstadt, habe ich mich sehr wohl gefühlt. Sympathische Prof’s, nette Kommilitonen, spannende und weniger spannende Vorlesungen und eine tolle Mensa. Unvergessen: das Honig-Senf-Salatdressing, das selbst aus einem schnöden Salat ein kleines kulinarisches Highlight zaubert. Bis heute übrigens ein Grund dafür, dass es sich durchaus lohnt, die ein oder andere Mittagspause in der Mensa am Hopla zu verbringen!

Neben meinem Studium arbeitete ich zunächst bei der Extra Tip Werbegesellschaft mbH, später bei QVC. Arbeitgeber, die mir den nötigen Freiraum für das Studium boten und die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. Die bekam ich auch im Anschluss von der WINGAS GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Wintershall Holding GmbH, des größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten, und der Gazprom. Hier konnte ich nicht nur meine Erfahrungen im Marketing vertiefen sondern auch meine Masterarbeit schreiben und damit mein Studium praxisorientiert abschließen.

Als Nachwuchsführungskraft startete ich bei Amazon in Bad Herfeld mit meiner ersten Festanstellung nach dem Studium, bis ich 2006 zu SMA wechselte um meiner Kreativität wieder freien Lauf lassen zu können. Mit jeder Menge Energie im Gepäck konnte ich bei dem Weltmarktführer für Solar-Wechselrichter das Personalmarketing und Employer Branding aufbauen und eine Unternehmenskultur erleben, die ihresgleichen sucht.

Diese Menschlichkeit und positive Energie habe ich mitgetragen in meine eigene Agentur. Mit FACE! blicke ich nun positiv in die Zukunft und für heute ein Stück in die Vergangenheit: auf wunderbare Jahre bei tollen Arbeitgebern in Nordhessen. Und auf Zeiten, von denen ich das Beste immer bei mir trage.

Neu: Stellenbörse für Nordhessen

Die Lage ist gut. Nicht nur, weil Nordhessen mitten in Deutschland liegt, sondern auch weil die Region in Sachen Zukunftsperspektiven richtig viel zu bieten hat. Darüber berichten wir regelmäßig hier im Nordhessenblog, weil uns die Region am Herzen liegt. Und was uns daher ganz besonders freut: Ab sofort gibt es sogar eine eigene Stellenbörse für Nordhessen!

Wo? Im neuen Standortportal für Nordhessen: www.die-lage-ist-gut.de. Das Regionalmanagement Nordhessen bringt es mit dieser Seite auf den Punkt: Mit wertvollen Informationen rund um die Region, nützlichen Investoreninfos und vor allem mit einer Auswahl aktueller Jobs bei vielen attraktiven Arbeitgebern aus Nordhessen.

Ob Stellenangebote, Praktika oder Aus- und Weiterbildungsangebote – hier ist für jeden was dabei. Also dann, nichts wie los: Anschauen, passenden Job aussuchen und bewerben.

Denn: Die Lage ist gut!

Wegweiser für Nachwuchskräfte

“Du Papa, wenn ich mal groß bin, dann möchte ich auch Spießer werden!” Gut, mir ist jetzt kein Ausbildungsberuf oder Studiengang in dieser Richtung bekannt, aber unabhängig davon hat ja ein jeder die Chance zum Spießertum – egal mit welcher Vorbildung, in welcher Region und zu welcher Jahreszeit. Zurück zum Business – denn es ist Winterzeit und die Jagdsaison auf attraktive und realistische Ausbildungs- und Studienplätze hat begonnen. „Wer suchet, der findet“ in Nordhessen mehrere anerkannte Ausbildungsbetriebe, die neben Theorie und Praxis auch gleich ein Ausbildungs-Studiums-Kombi-Paket anbieten:

Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Amazon Logistik GmbH (Bad Hersfeld)
Schwalm-Eder-Kreis: B. Braun Melsungen AG (Melsungen)
Landkreis Kassel (“Kasseler Becken”): Hütt-Brauerei Bettenhäuser GmbH & Co. KG (Baunatal), Flughafen GmbH Kassel (Calden), Volkswagen AG (Baunatal)
Stadt Kassel: SMA Solar Technology AG, K+S Aktiengesellschaft, Bombardier Transportation GmbH, Wintershall Holding GmbH, E.ON Mitte AG, Bernhard Starke GmbH
Waldeck-Frankenberg: Viessmann Werke GmbH & Co. KG (Allendorf), Thonet GmbH (Frankenberg).

Was so wenig? Nein, das ist nicht alles –  viele weitere nordhessische Unternehmen bieten Ausbildungsplätze an und kooperieren mit Hochschulen und Berufsakademien, um den Nachwuchs für die dualen Studiengängen zu begeistern. Die aufeinander abgestimmten Ausbildungs- und Studiumsinhalte verbinden dann ideal wissenschaftliche Theorie und berufliche Praxis. Das Konzept ist optimal für die Nachwuchskräfte sowie die Unternehmen und umsetzbar mit der Fachhochschule Nordhessen, Bad Sooden-Allendorf oder der Berufsakademie Kassel. Das Paket im Doppelpack bedeutet wenig Schlaf, viel Lernerei, weniger „socialising“  – aber auch einen früheren, qualifizierten Abschluss und dann das erste „wirkliche“ Gehalt. Rückblickend betrachtet ist eine Ausbildung und/oder ein Studium dann doch gar nicht so wild und schlimm gewesen. Deswegen gleich weiter fortbilden oder mal die Tischseite wechseln und als IHK-Prüfer mündliche und schriftliche Prüfung begleiten. Erweitert den eigenen Horizont, fördert das Sozialverhalten und bringt neue Kontakte mit sich.

Eine jede Bildungseinrichtung – ob Ausbildungsbetrieb, Hochschule oder Industrie- und Handelskammer – hat somit als Wegweiser für die Nachwuchskräfte zu agieren, diese zu motivieren und ihnen einen sicheren und interessanten Berufsweg aufzuzeigen. Immer noch zu wenig Support? Dann hilft nur noch der Griff zum guten, alten Kompass, denn der gibt immer eine verlässliche Richtung vor – und die zeigt bekanntermaßen auf jeden Fall nach NORD(Hessen)!