Der perfekte Sommer in Nordhessen

Nach der Party, ist vor der Party – wir Nordhessen sagen JA zum Sommer und JA zur Non-Stop-Feierei. Und kein Ende in Sicht! Zwischen Pre-, Mega-, und Afterparty hält der Blog ein Nickerchen, aber wir nicht. Aber beginnen wir von vorne: beim Hessentag in Kassel. Bestes Wetter, geknackte Besucherrekorde, ohrenbetäubende Live-Konzerte und alle haben sich lieb. Helene Fischer trällert „Tage wie diese“, die Toten Hosen ehren mit „Arschloch“ eine „Nachwuchsband aus Berlin“ und diese wiederum grüßt Cover-Heino mit „Junge“. Aber meine persönliche Lieblingsband waren die sympathischen Jungs in blauer Uniform. Einfach die Record-Taste im Einsatzwagen drücken, über Tape „Zu spät“ von den Ärzten abspielen und sich bei den Hessentagsbesuchern für eine tolle Zeit danken. Perfekte Deeskalationstaktik, wie sie wahrscheinlich bisher noch in keinem Lehrbuch steht. Aber kommt noch!

Und dann war es soweit: nach 16 Jahren warten, Anträge schreiben und eine Bewerbungsschleife nach der nächsten drehen, hat der Kasseler-Herkules es gepackt. Wir sind Welterbe! Meine Heimbibliothek erfreut sich über den neuesten Langenscheid: Nordhessisch-Chinesisch/Chinesisch-Nordhessisch. Sobald das Blitzlichtgewitter unsere Heimat heimsucht, will ich vorbereitet sein und „stolz wie Bolle“ die Glückwünsche entgegennehmen, mich artig bedanken und dann den Weg hoch zu unserem Welterbe weisen.

Und es geht noch höher, schneller, weiter: wir genießen dieses Hochgefühl und lassen die Emotionen weiter vibrieren. Entweder auf dem Friedrichsplatz bei „Film ab!“, also Filmmusik vom Staatsorchester unter’m Sternenhimmel. Himmlisch gut! Und/oder auch bei tiptop ausgewähltem Filmmaterial im OpenAir-Dock4-Kino. Olle, neue, tolle Filme – immer ab 21 Uhr und immer gut! Mit Dach über’n Kopf gibt es was auf die Ohren im Kulturzelt. Rock, Pop, Soul, Jazz und noch mehr. Beim Eröffnungsabend vergangenen Freitag traf Oberbürgermeister Hilgen den Nagel auf den Kopf: die Kasseler sind ihrer Stadt treu und sie lieben es zu feiern! Also, wenn das mal keine Aufforderung ist, selber Kasseler zu werden und die Stadt, das Land, die Leute und die nie endende Sommerparty zu genießen.

Abkühlung für Kopf und Fuß gibt es in Nordhessen genug. Klapptisch und Hund direkt im Fluss parken und staunen, wie genial die eigene Heimat sein kann:

 

So, reicht jetzt – für mich ist wieder Blog-Sendepause und ab geht’s in die Freiheit zum nächsten nordhessischen Remmidemmi.

 

 

 

 

Sommer-Highlight: Wasserspiele im Bergpark

Wer hat noch nicht von ihm gehört! Die barocke Anlage mit dem gewaltigen Schloss, der Herkules-Statue und der 250 Meter langen Kaskade. Der weltbekannte Bergpark Wilhelmshöhe zählt mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten zu den größten und schönsten Anlagen seiner Art und macht ihn damit zum größten Bergpark Europas. Die zahlreiche Bepflanzung bezieht sich weniger auf Blumen. Vielmehr prägend sind die 500 unterschiedlichen Baumarten, welche aus allen Erdteilen stammen. Und was wäre der Bergpark Wilhelmshöhe ohne seine Wasserspiele, die uns immer wieder aufs Neue verzaubern?

Die schönste Zeit im Leben, sind die kleinen Momente, in denen du spürst, du bist zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.

Bildquelle: www.kassel.de

Die Wasserspiele zählen neben dem Kasseler Wahrzeichen, dem Herkules, zu den besonderen Attraktionen. Im Laufe einer Stunde durchlaufen ca. 1200 Kubikmeter Wasser die Kaskaden, Kanäle und diverse andere prachtvolle Bauwerke. Danach gelangt es hinunter zum Schloss, wo es schließlich in einer anmutigen Fontäne sein Ziel erreicht. Der Wasserlauf ermöglicht es, bequem von einer Attraktion zur Nächsten zu laufen.

 

 

Termine

Zwischen dem 1. Mai und dem 3. Oktober finden die Wasserspiele mittwochs und sonntags, sowie an Feiertagen statt. Beginnen um 14.30 Uhr am Herkules. Beleuchtete Wasserspiele finden im Juni (22:00 Uhr), Juli (22:00 Uhr), August (21:30 Uhr) und September (21:00 Uhr), jeweils am ersten Samstag des Monats statt.

Jeder sollte sich die Zeit nehmen, sich von dieser anmutigen Schönheit und der fesselnden Natur dieses Bergparks einfangen und verzaubern zu lassen. Eines der absoluten und unverzichtbaren Highlights, der Region Nordhessen.

Kassel: Meine kleine grüne Großstadt

Warum ich gerne in Nordhessen lebe? Weil ich es klasse finde, in der City mit viel Kultur und gleichzeitig mitten im Grünen zu wohnen. Mit knapp 200.000 Einwohnern gehört Kassel eher zu den kleineren Großstädten Deutschlands. Ihre Dichte an Parks ist aber im Vergleich dazu ungewöhnlich hoch. Neun Prozent der Fläche Kassels besteht nämlich aus Grünanlagen. Unter ihnen Bergpark, Karlsaue, Goetheanlage und viele andere. Für Bewohner der Stadt wie mich heißt das, man lebt zentral und gleichzeitig naturnah. Ich fahre zum Beispiel gern mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und ich finde es richtig klasse, dass ich dabei – statt auf Hauptstraßen unterwegs zu sein – bequem auf Radwegen entlang der Fulda und durch die Aue fahren kann. Und nicht nur das. Mit dem Naturpark Kellerwald Edersee, dem Kaufunger Wald oder dem Habichtswald liegen Freizeitgebiete direkt vor der Haustür. Wassersport-Fans kommen auf den nahegelegenen Flüssen Diemel, Fulda und Weser oder auf dem Edersee auf ihre Kosten.

Wer sich lieber beim Kulturprogramm erholt, wird in der Heimat der Brüder Grimm ebenfalls fündig. Die nordhessische Kunststadt ist nämlich nicht nur alle fünf Jahre Gastgeber der Documenta, sondern hat die drittgrößte Museendichte in ganz Deutschland. Oder waren Sie schon mal im Tapetenmuseum, der Caricatura oder im Museum für Sepulkralkultur? Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall und ich möchte das große Angebot nicht missen. Mindestens genauso sehenswert sind die Rokokoschlösser und Burgen im Landkreis. Oder das Staatstheater. Ich finde, in Nordhessen ist einfach für jeden Geschmack das passende dabei. Also dann: anschauen, überzeugen, bleiben :-)

Heimgekehrt

Heimgekehrt – gutes Stichwort. Der wiederkehrende Kasseler bzw. Nordhesse schätzt kurz und innig das Metropolen-Leben, kommt einmal im Jahr zum obligatorischen Familientreffen und/oder Klassentreffen am FEZ („das Tor zur Kasseler Kneipenmeile“) vorbei und lässt sich dann ein paar Jahre später wieder in unserer Region nieder. Warum? Weil es hier schön ist.

Denn das nordhessische Bergland hat die Anmut der Münchner Berge.  OK – unsere Fulda kann nicht so ganz mit dem Düsseldorfer Rhein mithalten – dafür ist der Edersee für sportliche Aktivitäten, zum Campen oder für über die Bäume kraxeln absolut lohnenswert. Apropos: Bäume. Für alle Naturliebhaber sorgt Nordhessen mit einer der größten Walddichte Europas im Sommer für Schatten und im Winter für einen schönen Weihnachtsbaum :-)

Neben der zeitgenössischen Kunstausstellung („Documenta“) hat sich Kassel zu einem bedeutenden Museumsstandort in Deutschland etabliert.  Die größte Rembrandt-Ausstellung Deutschlands lässt sich wunderbar mit einem Museums-Brunch am Sonntag verbinden. Doch wir setzen noch eins, zwei, drei oben drauf. Denn unsere vielfältige Kunst- und Museumslandschaft wird getoppt durch enorme Grünflächen (drei Parks / drei Schlösser) und nicht zu vergessen: dem größten Bergpark Europas.

Liest sich stark nach Reiseführer – ja, für alle mit One-Way-Ticket.

Und warum bin und bleibe ich in Nordhessen? Weil es immer noch schöner wird. Die Stadt, das Land, die Leute entwickeln eine zunehmende Dynamik und ich entdecke immer wieder tolle Highlights, die das Leben hier noch attraktiver machen. Probiert es selber aus!