Glückauf für mein universitäres Praxissemester

Für uns Studenten der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Kassel ist im Lehrplan ein Praxissemester vorgesehen. Dabei erhalten wir die Möglichkeit Berufsluft zu schnuppern, können unsere Fähigkeiten und vorhandenes Wissen im Unternehmen einbringen und lernen den Arbeitgeber mit all seinen Vorzügen, Ecken und Kanten kennen. Bei der Auswahl des Praktikums waren mir 3 Dinge besonders wichtig:

  • ein Unternehmen in der Region zu finden, bei dem ich aktiv und verantwortungsvoll mitarbeiten darf.
  • den Arbeitgeber erleben und dabei echte Einblicke hinter die Kulissen erhalten.
  • herausfinden, ob die erlernten Theorien auch praxistauglich sind.

Wachstum erleben. Mein Praktikum in der Bergbaubranche

Ich bekam einen Praktikumsplatz für 7 Monate bei der K+S Aktiengesellschaft in Kassel in der Abteilung “HR Leadership and Projects”. Bereits bei der traditionellen Bergmanns-Begrüßung „Glückauf Frau Thiel!“ nahm mich das Team herzlichst mit an Bord auf. Neben spannenden Aufgaben und Personalmarketing-Projekten möchte ich Euch heute von meinen zwei Highlights im Praktikum berichten bei dem ich ein gutes Gefühl über den Arbeitgeber bekommen habe.

Gemeinsame Teamaktivitäten – außerhalb der Arbeitszeit

Nordhessen hat für Naturliebhaber und regional Zugezogene einiges zu bieten. Meine Idee: eine kleine Spritztour in Form einer Wanderung. Zu früher Stunde ließen wir Krawatte, Hemd und Bluse im Büro und gingen im Trekking-Outfit auf Entdeckertour. Der Premiumweg P11 „Niester Riesen“ führte über Wald und Wiese an wundervollen Aussichtspunkten vorbei. Im Anschluss kehrten wir in der bayrischen Königs Alm zum appetitlichen Ausklang ein.

 

Eine Grubenfahrt unter Tagen – Auf den Spuren des Arbeitgebers

Gerüstet mit Helm und Geleucht, ging es gemeinsam mit dem Steiger mit einer Seilfahrt in 90 Sekunden auf 500 Meter Tiefe auf die Suche des weißen Goldes. Zu sehen gab es eine atemberaubende Untertagewelt: Kollegen/Innen bei der Arbeit an riesengroßen Maschinen, Salz und viele km lange Tunnel, die wir mit dem Auto durchquerten. Ein unbeschreibliches Gefühl.

War das Praktikum ein voller Erfolg?

Durch die praktische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Projektthemen lernte ich viele neue Methoden, Werkzeuge und eine strukturierte Arbeitsweise kennen. Insbesondere das selbstständige Mitarbeiten im Projekt- und Tagesgeschäft und die Betreuung während des Praktikums haben mir gut gefallen. Dabei konnte ich viele Eindrücke über das Arbeiten in einem sehr traditionellen, bodenständigen und sympathischen Unternehmen gewinnen.

Hopla – Zeit für Muntermacher!

Die Tage werden kürzer, Herbst und Winter klopfen an die Tür. Mal glitzert unsere Stadt in der Morgensonne, mal bekommen wir sie vor lauter Nebel kaum zu Gesicht. Zeit für den Muntermacher schlechthin: Kaffee. Im Durchschnitt trinken wir Deutschen 149 Liter pro Jahr von dem flüssigen Glück. Ich bin bekennender Kaffee-Junkie und gebe zu, dass ich nicht ganz unschuldig an dieser doch recht sorgenerregenden Statistik bin. Für mich gehört eine gute Tasse Kaffee (oder auch zwei, drei oder vier…) genauso zum Studium wie Vorlesungen, Seminararbeiten oder Semesterferien. Ohne Kaffee hätte ich wohl kaum einen Tag an der Uni durchgestanden – und scheinbar bin ich mit dieser Meinung nicht alleine!

Wer schon einmal über den „Hopla“, den Campus der Universität Kassel, gelaufen ist, weiß wovon ich spreche: Unzählige Studenten und Studentinnen tragen ihren „Coffee to go“ wie ein obligatorisches Accessoire zur nächsten Vorlesung, klammern sich an grauen Novembertagen an den heißen Becher oder genießen ihren Muntermacher in Gesellschaft in einem der Cafés.

Besonders, da das neue Semester nun in vollem Gange ist, sind die Cafés überfüllt und die langen Schlangen an den Kassen beweisen, dass Kaffee und Studium einfach zusammen gehören. Dabei gibt es an der Uni Kassel insgesamt neun Cafeterien, fünf Mensen und ein Restaurant. Und fast überall bekommt man zu günstigen Preisen dort Milchkaffee, Latte Macchiato, Cappuccino, Espresso, oder auch einfach schwarzen Kaffee. Und wer hier Kaffee trinkt, tut sogar noch ein gutes Werk! Denn an der Uni Kassel bekommt man ausschließlich Kaffee und Tee aus fairem Handel und in Bio-Qualität. In diesem Sinne genehmige ich mir doch direkt ein weiteres Tässchen. Auf den nordhessischen Winter!

Eine Liste mit den verschiedenen Cafés der Uni Kassel gibt es beim Studentenwerk: http://www.studentenwerk-kassel.de/speiseplan.html

CampusLeben: Zwischen Kaffeejunkies und Rhythmus-Suchenden

„Ich bin Morgens immer müde, aber Abends werd ich wach. Morgens bin ich so solide, doch am Abend werd ich schwach…Doch wenn tausend Lichter glühen, bin ich jede Nacht ganz groß. Und wenn dann noch Musik erklingt, dann geht es los!” (Ausschnitt aus dem Song: “Ich bin Morgens immer Müde” von Laing)

Zwei Szenarien sind mir in meinem ersten Semester an der Uni-Kassel besonders aufgefallen, weil sie einfach nicht zu übersehen sind: Die zahlreichen Uni-Partys und der hohe Kaffee-Konsum. Diese beiden Dinge sollen vor allem den Bücherwurm im Alltag unterstützen. Denn was wäre das Studentenleben ohne die angesagten Kasseler Uni Partys wie die Wintersause, Shake Inn, leck mich Eis for free, oder die TramSession und viele mehr?

Die Uni­-Partys bieten Dir nicht nur die Gelegenheit dem Uni Alltag zu entfliehen, sondern  Du kannst auch zu rhythmischen Beats Deinen überhitzen Pauker-Kopf mal so richtig durchschütteln, um wieder frische Energie für die kommende Woche zu tanken. Besonderer Nebeneffekt: Das Knüpfen von neuen Kontakten. Eine Übersicht wann die nächste Uni Party stattfindet, findest Du im Stundentenportal Stupo.net unter http://stupo.net/gruppen/7.

Apropos Party!
Die zahlreichen Uni Cafés bieten Dir genau das, was Du nach einer langen Partynacht gebrauchen kannst: Kaffee als Push-Mittel für den Uni-Alltag.

Neben Red Bull und diversem anderen Zuckerzeug bekommst Du hier natürlich auch eine reichliche Auswahl an Kohlenhydraten mit selbstbelegten Brötchen, Bagels und Co. Außerdem dienen die Uni Cafés auch als wichtiger zentraler Treffpunkt der Studenten zum Lernen und austauschen.

 

Nachgefragt:
An einem durchschnittlichen Tag im Semesterbetrieb werden in den Einrichtungen des Studentenwerks Kassel ca. 3.900 heiße Getränke verkauft. Davon 200 Becher Tee und 180 Becher Schokolade. 3x dürft ihr raten wie viel Kaffee verkauft wird. ;-)

Nordhessische Karriereleiter

Da stehe ich nun. Auf meiner 16 Jahre alten nordhessischen Karriereleiter und blicke zurück auf die Stufen die hinter mir liegen. Auf viele tolle Arbeitgeber aus der Region, die mich in meinem Berufsleben bisher begleitet haben. Und eins kann ich vorweg schon mal sagen: Die Region hat in Sachen Arbeitgeber wirklich einiges zu bieten. Für mich ein wesentlicher Grund dafür, hier zu leben und voll und ganz das Gefühl zu haben, angekommen zu sein – auch wenn oder gerade weil – es ständig weiter geht.

Los ging’s 1997 bei Hartl & Partner Werbung Marketing GmbH in Kassel. Eine tolle Werbeagentur, bei der ich die Chance hatte hinein zu schnuppern in die große bunte Welt der Werbung und Kommunikation. Zwei schöne Jahre, in denen ich viel gelernt habe und genügend Freiraum hatte, mein begleitendes Studium zur Kommunikationswirtin an der Akademie für Absatzwirtschaft Kassel erfolgreich abzuschließen.

Danach zog es mich für ein paar Monate raus aus Nordhessen, rein in die große weite Welt – in eine Werbeagentur in Vancouver, Kanada. „Clearly Creative“: der Name der kanadischen Agentur sollte zum Motto meiner beruflichen Laufbahn werden – auch wenn das im Jahr 2000 begonnene Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Kassel sich zunächst trockener anhörte als es später werden würde. In den roten Backsteinhäusern der Uni am „Hopla“, dem Holländischen Platz unterhalb der Innenstadt, habe ich mich sehr wohl gefühlt. Sympathische Prof’s, nette Kommilitonen, spannende und weniger spannende Vorlesungen und eine tolle Mensa. Unvergessen: das Honig-Senf-Salatdressing, das selbst aus einem schnöden Salat ein kleines kulinarisches Highlight zaubert. Bis heute übrigens ein Grund dafür, dass es sich durchaus lohnt, die ein oder andere Mittagspause in der Mensa am Hopla zu verbringen!

Neben meinem Studium arbeitete ich zunächst bei der Extra Tip Werbegesellschaft mbH, später bei QVC. Arbeitgeber, die mir den nötigen Freiraum für das Studium boten und die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. Die bekam ich auch im Anschluss von der WINGAS GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Wintershall Holding GmbH, des größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten, und der Gazprom. Hier konnte ich nicht nur meine Erfahrungen im Marketing vertiefen sondern auch meine Masterarbeit schreiben und damit mein Studium praxisorientiert abschließen.

Als Nachwuchsführungskraft startete ich bei Amazon in Bad Herfeld mit meiner ersten Festanstellung nach dem Studium, bis ich 2006 zu SMA wechselte um meiner Kreativität wieder freien Lauf lassen zu können. Mit jeder Menge Energie im Gepäck konnte ich bei dem Weltmarktführer für Solar-Wechselrichter das Personalmarketing und Employer Branding aufbauen und eine Unternehmenskultur erleben, die ihresgleichen sucht.

Diese Menschlichkeit und positive Energie habe ich mitgetragen in meine eigene Agentur. Mit FACE! blicke ich nun positiv in die Zukunft und für heute ein Stück in die Vergangenheit: auf wunderbare Jahre bei tollen Arbeitgebern in Nordhessen. Und auf Zeiten, von denen ich das Beste immer bei mir trage.

Nordhessen gibt Vollgas

Es ist drei Uhr nachts, der Geruch von Motoröl liegt in der Luft, die Flexmaschine ist in vollem Gange und mein inzwischen vierter Kaffee hält mich wach. Wo ich mich grade befinde? Natürlich im schönen Nordhessen! Genauer gesagt an der Uni Kassel.

Denn ich bin eine von derzeit 55 Mitgliedern des Herkules Racing Teams, dem Formula Student Team der Uni Kassel. Formula Student –  das ist ein  internationaler Konstruktionswettbewerb, bei dem wir Studenten einen Formelwagen für einen fiktiven Auftraggeber entwickeln und fertigen. Mit diesem Wagen treten wir gegen andere Universitäten an und kämpfen um das beste Design, den schnellsten Wagen, aber auch um das beste Marketingkonzept.

Bereits zwei Boliden stehen in unserer Garage. In wenigen Monaten vollenden wir den dritten Formelwagen und sind bereit für die Wettkämpfe! Und um den Sieg nach Kassel zu holen arbeiten wir pausenlos! Denn einen Rennwagen innerhalb eines Jahres zu bauen und dazu eine ausgeklügelte Marketingstrategie zu entwickeln bringt eine gewisse Zeitnot mit sich.

Angebote wie das Herkules Racing Team sind genau das, was Nordhessen für mich so besonders macht: man hat nicht nur top Arbeitgeber, ein buntes Kulturprogramm und malerische Landschaften – man kann hier sogar neben dem Studium einen Formelwagen konstruieren! So, nun muss ich aber weiter arbeiten, denn die Zeit rast…

Mehr Informationen zum Team gibt’s unter www.herkulesracing.de oder direkt im Filmportrait (übrigens mit tollen Bildern von Kassel und der Uni. Also: anschauen lohnt sich!!)

Campusgeflüster: Die Neuen sind an Bord

Wenn die Bäume sich rot, braun und gelb färben, der Wind stürmisch durch das Geäst und die Blätter durch die Gegend wehen, dann ist genau die Zeit gekommen, zu der bundesweit an Universitäten das Wintersemester startet. Wir schreiben das Semester 2012/2013. Für viele Studenten beginnt ein neuer Lebensabschnitt – auch für mich. Wir sind die sogenannten „Erstis“ am Campus. Der Anfang meines neuen Kapitels ist die Universität Kassel mit rund 22.000 Kommilitonen.

Warum ich in Nordhessen studiere?
Weil Nordhessen eben keine Metropole ist. Die Region ist nicht zu groß, sodass jeder seine Spuren hinterlassen kann. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich zu engagieren und etwas zu bewegen. Nicht zuletzt bietet die Region den Studierenden viele Benefits. Angefangen von kulturellen Highlights wie dem Bergpark Wilhelmshöhe, die Orangerie oder die Aue. Hinzu kommt, dass in Hessen keine Studiengebühren gezahlt werden müssen. Aber auch die Universität Kassel hat viel zu bieten: Die Studierenden erhalten drei tolle Einführungstage mit Abendprogramm, an denen sie die Möglichkeit haben, in kürzester Zeit ihre Kommilitonen kennenzulernen und sich zu vernetzen. Außerdem bietet die Uni für fast jeden Schein viele Tutorien an, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Ich lebe seit 22 Jahren hier, genauer gesagt lebe ich 11 km von der grünen Mitte Deutschlands entfernt. Gut vernetzt ist man also in jeder Hinsicht.